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Studie aus Israel: 27-fach höheres Risiko von COVID-Erkrankung für Geimpfte gegenüber Immunen nach Infektion

pfmGesundheit 26. August 2021 2 Minutes

Wir wissen aus vielen Studien, dass Immunität durch natürliche Infektion breiter und andauernder ist, als die durch Impfung. Das Risiko einer Infektion hängt immer auch von anderen Faktoren ab, wie Jahreszeit, Anteil der Herdenimmunität, Prävalenz der Infektion und mehr. Konkret für die Verhältnisse in Israel hat eine Studie festgestellt, dass geimpfte Personen einbis zu 27-fach höheres Risiko einer symptomatischen COVID-Infektion im Vergleich zu Personen mit natürlicher Immunität aufgrund einer früheren COVID-Erkrankung hatten. Es gab keine COVID-Todesfälle in beiden Gruppen, ein Hinweis auf die stark reduzierte Gefährlichkeit neuerer Varianten..

Die aktuelle Welle an Infektionen in Israel trifft Geimpfte wie Ungeimpfte in gleichen Maß, Immune durch Infektion dagegen so gut wie gar nicht. Das zeigen die von israelischen Gesundheitsministerium über seinen Telegram Kanal veröffentlichten Daten.

Die hohe Viruslast bei Geimpften wurde in verschiedenen Studien zB in Wisconsin, vom CDC in Massachusetts oder sogar eine 251-fache Menge von der Oxford University Clinical Research Group bestätigt. Über das Verschwinden der Antikörper bei Geimpften und über steigende Wahrscheinlichkeit von Erkrankung Geimpfter gibt es sowohl aus Israel, aus Japan, den USA und anderen Ländern. Einen Überblick darüber gibt es hier.

Die eben als Preprint veröffentlichte Studie ist eine retrospektive Untersuchung, in der drei Gruppen verglichen wurden:

  1. SARS-CoV-2-naive Personen, die mit zwei Dosen des BioNTech/Pfizer mRNA-Impfstoffs BNT162b2 geimpft wurden,
  2. zuvor infizierte Personen, die nicht geimpft wurden, und
  3. zuvor infizierte und mit einer Dosis geimpfte Personen.

Mit Regressionsmodellen wurden vier Ergebnisse ausgewertet:

  • SARS-CoV-2-Infektion,
  • symptomatische Erkrankung,
  • COVID-19-bedingte Krankenhausaufenthalte und
  • Tod.

Der Beobachtungszeitraum reichte vom 1. Juni bis zum 14. August 2021, als die Delta-Variante in Israel vorherrschte.

Ergebnisse

SARS-CoV-2-naive Geimpfte hatten ein 13,06-fach erhöhtes Risiko für eine Infektion mit der Delta-Variante im Vergleich zu zuvor Infizierten, wenn das erste Ereignis (Infektion oder Impfung) im Januar und Februar 2021 auftrat.

Das erhöhte Risiko war auch für symptomatische Erkrankungen signifikant. Wenn die Infektion zu einem beliebigen Zeitpunkt vor der Impfung (von März 2020 bis Februar 2021) auftreten konnte, hatten naive SARS-CoV-2-Impfwillige ein 5,96-fach erhöhtes Risiko für eine Infektion und ein 7,13-fach erhöhtes Risiko für eine symptomatische Erkrankung.

Nach Anpassung für Komorbiditäten fanden die Forscher ein 27,02-faches Risiko (95% CI, 12,7 bis 57,5) für eine symptomatische Durchbruchinfektion im im Gegensatz zu einer symptomatischen Reinfektion ( Personen mit natürlicher Immunität aufgrund einer früheren COVID-Erkrankung ). SARS-CoV-2-naive Geimpfte hatten auch ein höheres Risiko für COVID-19-bedingte Krankenhausaufenthalte im Vergleich zu den zuvor infizierten Personen.

Diese Studie hat gezeigt, dass die natürliche Immunität einen länger anhaltenden und stärkeren Schutz vor Infektionen, symptomatischen Erkrankungen und Krankenhausaufenthalten durch die Delta-Variante von SARS-CoV-2 bietet als die durch die Zweidosis-Impfung mit BNT162b2 induzierte, eingeschränkte und nicht-sterile Immunität.

Hier übrigens eine Zusammenstellung von Studien über langandauernde Immunität durch Infektion:

Die gute Nachricht: Immunität nach Infektion ist dauerhaft und es gibt immer mehr davon

Quelle

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