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Albstädter Impf-Todesfall: Uniklinik Tübingen warnt vor Spekulationen

19.03.2021

Von Michael Würz

Albstädter Todesfall: Uniklinik Tübingen warnt vor Spekulationen
Die Uniklinik Tübingen warnt: Albstädter Todesfall steht nicht zwingend in Zusammenhang mit Astra-Zeneca.

Steht der tragische Tod eines 24-jährigen Albstädters in Verbindung mit dem Astra-Zeneca-Impfstoff? Der behandelnde Arzt der Uniklinik Tübingen warnt vor zu frühen Schlussfolgerungen und spricht von „reiner Spekulation“.

Der Tod des jungen Mannes hatte am Montag dieser Woche offenbar mit dazu geführt, dass die Bundesregierung die Astra-Zeneca-Impfungen vorübergehend ausgesetzt hatte. Der 24-Jährige war vergangene Woche mit schweren Blutungen in der Uniklinik Tübingen verstorben. Weil bei dem Patienten eine Kombination aus Thrombosen zusammen mit einem Mangel an Blutplättchen auszumachen war, hatten die Mediziner den Fall umgehend an das Paul-Ehrlich-Institut gemeldet, wie die Klinik auf ZAK-Anfrage bestätigte.

Vor allem jüngere Frauen scheinen betroffen

Laut Paul-Ehrlich-Institut hatte es sich um sechs Frauen und einen Mann gehandelt, auf die sich Bundesgesundheitsminister Jens Spahn berufen hatte, als er am Montag den Impfstopp verhängt hatte. Die Fälle hätten sich als „vergleichbare Muster“ dargestellt. Michael Bamberg, Chef der Uniklinik Tübingen, sagt jedoch, die Blutungen des jungen Mannes würden „absolut nicht ins Schema“ der bisherigen Berichte über Thrombosen passen. „Es gibt bislang keinen gesicherten Nachweis, dass sein Tod mit der Impfung zusammenhängt.“

Zusammenhang mit Impfstoff: „reine Spekulation“

Generell sei angesichts des Gesamtbilds gleichwohl nicht auszuschließen, dass dieses für eine Immunreaktion spricht. Der 24-jährige Pfleger war einige Tage zuvor mit Astra-Zeneca geimpft worden. Prof. Dr. Tamam Bakchoul, der den Verstorbenen behandelt hatte und an den Ursachen forscht, warnt jedoch nun ebenfalls nachdrücklich vor möglicherweise voreiligen Schlüssen. Sie seien zum gegenwärtigen Zeitpunkt „reine Spekulation“, sagte er aktuell in einem „Spiegel“-Interview.

Betroffenheit über Tod des jungen Mannes aus Albstadt

Die Anteilnahme am tragischen Tod des jungen Mannes ist groß, in sozialen Netzwerken bringen viele ihr Mitgefühl zum Ausdruck, und auch den Zusammenhang mit Astra-Zeneca ins Spiel. Doch auch die Experten der Europäischen Arzneimittel-Agentur und des Paul-Ehrlich-Instituts betonten am Donnerstag, dass die Untersuchungen bei den „Verdachtsfällen“ noch nicht abgeschlossen seien.

https://www.zak.de/Nachrichten/Albstaedter-Todesfall-Uniklinik-Tuebingen-warnt-vor-Spekulationen-144998.html

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