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Auswertung der Sterbedaten für 2020: Keine Übersterblichkeit erkennbar

Von Corona Blog Beitragsdatum 14. März 2021

Pünktlich zum Jahresende veröffentlichte die Tagesschau in guter, regierungstreuer Manier am 31.12.2020: „Sterbezahl in Deutschland: Mehr Todesfälle als üblich“. Ruft man den Artikel heute ab, wird man nebenbei begrüßt von der üblichen, „blutroten Deutschlandkarte“, die die Dramatik des aktuellen Geschehens unterstreichen sollen – oder zumindest den Blick von Politik und Quantitätsmedien auf dieses Geschehen.
Bei ZDF Heute sieht es nicht besser aus – mit Sätzen wie „Sterbefälle im Dezember 23 Prozent über dem Durchschnitt“ wird hier versucht die Regierungspolitik mit (Schein-)Argumenten zu untermauern.
Bereits am 25.01.2021 berichteten wir darüber, dass die Angaben der Quantitätsmedien irreführend sind und bewusst absolute Sterbezahlen herangezogen werden, die viele Effekte ignorieren – zum Beispiel die uns allen Bekannte Alterspyramide. Die Gesellschaft wird eben älter.
Wir wurden von einem Leser angeschrieben, der sich die Mühe gemacht hat, erneut vielfältige Daten des Robert-Koch-Instituts und des Statistischen Bundesamts auszuwerten und zu interpretieren. Wir wollen diese hier gerne veröffentlichen und der Allgemeinheit zur Verfügung stellen (am Ende des Artikels ist die Originalauswertung als PDF herunterladbar).

Der Autor hat zunächst die relative Sterblichkeit in Deutschland seit 1950 ausgewertet – da heißt er hat ausgewertet, wie viele Todesfälle es pro 1.000 Einwohner in Deutschland die letzten 70 Jahre gab. Die Ergebnisse sind hier zu sehen:

Man sieht, dass es seit 2004 eine steigende relative Sterblichkeit pro 1.000 Einwohner (blau umrandeter Bereich) gibt, die vermutlich ihre wesentliche Ursache in der Änderung der Alterspyramide hat.
Wenn man sich die relative Sterblichkeit seit dem letzten Trendwechsel im Jahr 2004 ansieht, ergibt sich folgendes Bild bis zum Jahr 2019:

Die blaue Linie repräsentiert dabei den Trend (Berechnung durch lineare Regression). Der Trend der Sterblichkeit seit 2004 steigt damit um ca. 0,106 pro Jahr pro 1.000 Einwohner und somit ca. 8.000 Tote pro Jahr für ganz Deutschland.
Für 2020, das uns vermeintlich mit zwei heftigen Corona-Wellen mit den entsprechenden Todeszahlen getroffen hat, würde man vermuten, dass die relative Sterblichkeit außerhalb dieses erwarteten Rahmens liegt, und klar als Ausreißer zu erkennen ist. Dafür werden hier die tatsächlichen Sterbefallzahlen herangezogen.

Der zu erwartende Trend wird als grauer Balken, der das 95% Prognoseintervall markiert, angezeigt.
Der rote Punkt ergibt dabei die tatsächliche Sterberate mit 11,8 Toten pro 1.000 Einwohner an.
Die Sterberate liegt damit insgesamt im erwarteten Rahmen des Trends seit 2004. Eine relative Übersterblichkeit bezogen auf das gesamte Jahr 2020 ist nicht festzustellen.
Der grüne Punkt ergäbe die relative Sterblichkeit, wenn man die 40.827 Corona-Toten (gem. Robert-Koch-Institut) von den Sterbefällen abzieht. D.h. ohne Corona hätte man auch keine statistisch signifikante, nicht zu erwartende „Untersterblichkeit“ beobachtet.

Bewertung des Autors
  1. Für das Jahr 2020 kann man für Deutschland keine erhöhte relative Sterblichkeit außerhalb des erwartenden Trends seit 2004 beobachten.
  2. Analysen des statistischen Bundesamts, die jeweils den Durchschnitt der absoluten Sterbezahlen der Jahre 2016-2019 als Grundlage für den Vergleich mit dem Verlauf des Jahres 2020 heranziehen, sind irreführend, da der steigende Trend der relativen Sterbezahlen und die zugrunde liegenden, wahrscheinlichen Ursachen nicht berücksichtigt werden.
  3. Die Analyse bezieht sich nur auf die Zahlen für Deutschland insgesamt und für das gesamte Jahr 2020. Das bedeutet nicht, dass für einzelne Regionen und Zeiträume eine relative Übersterblichkeit möglich sein kann.
  4. Falls man den Maßnahmen der Lockdowns für das Jahr insgesamt Wirkung zugesteht, kann diese nur darin bestanden haben, die relative Sterblichkeit im erwarteten Bereich zu halten.
  5. Corona hat die relativen Sterbezahlen insgesamt nicht statistisch signifikant nach oben oder unten bewegt.

Hier ist die Originaldatei des Autors zum Download:Keine-statistisch-relevante-Uebersterblichkeit-im-Jahr-2020Herunterladen

Bleibt zum Abschluss die Frage, warum die Quantitätsmedien, allen voran die Öffentlich-Rechtlichen, die offiziellen Zahlen so anders darstellen und bewusst die Menschen in Angst und Schrecken versetzen? Warum sehen wir täglich nur die irreführenden, kumulativen Kurven? Die aufgrund willkürlicher Werte rot eingefärbten Karten – obwohl die ganze „Pandemie“ statistisch nicht auffällig ist? Zumindest dann, wenn man seriöse Statistik betreibt, die nicht populistisch die Menschen beeinflussen möchte.

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