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Frau lief nach Corona-Schnelltest Hirnwasser aus dem Kopf

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01.05.2021, 16:31 Uhr | dru, t-online Sehr seltener Vorfall in Osnabrück: Frau lief nach Schnelltest Hirnwasser aus Kopf. Corona-Schnelltest: Nicht immer angenehm, aber nur sehr selten und bei falscher Handhabung gefährlich. (Quelle: dpa/Robert Michael)

Corona-Schnelltest: Nicht immer angenehm, aber nur sehr selten und bei falscher Handhabung gefährlich. (Quelle: Robert Michael/dpa)

Es ist ein äußerst seltener Vorfall: Eine Frau ist bei einem Schnelltest mit einem Tupfer im Innern der Nase verletzt worden. Hirnwasser lief ihr danach aus dem Kopf. Die Behandlung war keineswegs einfach.

Der Abstrich in der Nase dürfte den meisten Menschen unangenehmen sein. Gleichwohl gehört er inzwischen zur Corona-Normalität in Deutschland. Dass es dabei zu ernsten Problemen kommt, ist extrem selten. Doch im Landkreis Osnabrück ist Anfang des Jahres genau das passiert.

Wie die “Neue Osnabrücker Zeitung” berichtet, hat eine Patientin bei einem Abstrich im Januar eine Verletzung im Innern des Schädels erlitten. Wochenlang lief der Frau nach dem Schnelltest eine klare Flüssigkeit aus dem Kopf, sie klagte über Kopfschmerzen. Anfang März schließlich wurde sie in eine Klinik überwiesen. Die Ärzte dort diagnostizierten eine Verletzung am Schädelbasisknochen, verursacht offenbar durch die unsachgemäße Anwendung des Abstrichtupfers. Die klare Flüssigkeit identifizierten sie als Hirnwasser.

Erster Eingriff hatte keinen Erfolg

Durch eine solche Verletzung können im schlimmsten Fall lebensbedrohliche Infektionen entstehen. Sie kommen allerdings nur in äußerst seltenen Fällen vor. Professor Dr. Konrad Sommer, Chefarzt der Klinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde am Marienhospital Osnabrück, sprach laut Bericht von einer “absoluten Rarität”.

Nach der Diagnose hatten Ärzte einer Klinik in der Region das Loch im Schädelbasisknochen mit einem sogenannten Gaze-Streifen zu verschließen versucht. Allerdings erfolglos, weiter lief klare Flüssigkeit aus dem Kopf der Frau. Erst den HNO-Spezialisten des Marienhospitals in Osnabrück gelang es, das Loch in einer 90-minütigen OP im April abzudichten.

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