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3 Pflegekräfte werden während Pandemiezeiten gekündigt, weil Sie offen Missstände ansprechen

Die Patienten sterben alleine auf ihren Zimmern, weil uns das Personal und die Möglichkeiten fehlen. Pflegeperson aus Hamburg Romana Knezevic

Zwei neue Fälle, neben dem Fall aus Hamburg mit Pflegeperson Romana, folgt dem Beispiel eine Privatklinik in Hamburg und der WDR berichtet von der Uniklinik Münster, welche einen Pfleger einer Intensivstation kündigt.

Von Corona Blog Beitragsdatum 15. März 202

Zwei neue Fälle, neben dem Fall aus Hamburg mit Pflegeperson Romana, folgt dem Beispiel eine Privatklinik in Hamburg und der WDR berichtet von der Uniklinik Münster, welche einen Pfleger einer Intensivstation kündigt.
Der Pfleger hatte zuvor öffentlich die Pflege-Arbeitsbedingungen in der Uniklinik Münster kritisiert. Darin sieht die Gewerkschaft den Grund für die Kündigung. Die Uniklinik wollte sich heute zu dem laufenden Verfahren nicht äußern.

Die Patienten sterben alleine auf ihren Zimmern, weil uns das Personal und die Möglichkeiten fehlen.

Romana Knezevic

Zunächst machte der Asklepios Konzern in Hamburg – Asklepios-Klinik St. Georg – Schlagzeilen, dieser kündigte die Pflegeperson Romana (Betriebsrätin), nachdem diese Missstände offen angesprochen hat.
Der Druck in der Öffentlichkeit wurde offensichtlich zu groß, die Pflegeperson wehrte sich auch und zog vor das Arbeitsgericht, daraufhin nahm der Konzern die Kündigung nun zurück.


In einem Interview mit dem „Hamburg Journal“ am 17. Dezember äußerte sich Romana Knezevic kritisch zu dem Personalmangel auf der Intensivstation der Asklepios-Klinik St. Georg, auf welcher zu der Zeit viele Corona-Patienten lagen. Zudem müssten Pflegepersonen einen Großteil ihrer Arbeitszeit für Reinigungstätigkeiten aufwenden, da es auch an Service- und Reinigungspersonal auf den Stationen fehle. Dadurch käme unter anderem die Sterbebegleitung zu kurz: „Die Patienten sterben alleine auf ihren Zimmern, weil uns das Personal und die Möglichkeiten fehlen.“, sagte Knezevic im Interview. Die Klinikleitung hatte ihr vorgeworfen, wissentlich unwahre Tatsachen behauptet zu haben.

Dem Beispiel des Konzerns folgte nun kurz darauf eine Privatklinik aus Hamburg – Atos-Klinik Fleetinsel – dort soll die Pflegeperson Anja (Betriebsrätin) gekündigt werden. Anja C. wird Arbeitszeitbetrug vorgeworfen, obwohl sie ihre Arbeitszeiten, die sie zum Teil im Home-Office geleistet hatte, dokumentiert hat.
Das Bündnis Pflegenotstand Hamburg setzt sich für bessere Bedingungen in der Pflege ein und berichtet von diesen beiden Fällen.

Hamburgs Krankenhäuser scheinen zu viele Pflegekräfte zu haben. Wie lässt sich sonst erklären, dass schon wieder innerhalb kürzester Zeit ein Krankenhaus gegen die Interessenvertretung der Beschäftigten vorgeht?



Wer ermöglicht denn diesen Konzernen diese Macht? Diese Konzerne bewegen sich keinen Millimeter vom Fleck, weil Sie Verhandlungsmacht haben, welches u.a. Ihrer Partei durch Einführung der DRGs 2004 ermöglicht hat. Seitdem schießen die privaten Anbieter wie Pilze aus dem Boden, denn es rentiert sich nicht nur für den Konzern, sondern auch für die ganz ganz vielen Aktionäre.

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