pfmGesundheit 22. Oktober 2021 4 Minutes

Im Frühjahr, als das Gros der Impfungen passierte, gab es Sorge darüber, dass die Impflinge ‚das Spike Protein an andere Personen in ihrer Nähe weitergeben könnten. Den Verdacht schürte eine internes Dokument von Pfizer, das einen ganzen Abschnitt der Möglichkeit des „mRNA vaccine shedding“ widmete, wodurch Personen, die sich in der Nähe von Impflingen aufhielten, eine unerwünschte Reaktion erleiden könnten. Eine neue Studie zeigt nun einen Weg dafür auf.

In Abschnitt 8.3.5 des internen Pfizer-Dokuments wurde beschrieben, dass eine Exposition während der Schwangerschaft oder des Stillens gegenüber einem Empfänger einer Pfizer mRNA-Spritze während der Studiendauer innerhalb von 24 Stunden nach Kenntnisnahme durch den Prüfer an die Pfizer-Sicherheitsabteilung gemeldet werden sollte. Pfizer ist also offenbar von der Möglichkeit eines Spike-Sheddings ausgegangen.

Eine Studie mit dem Titel „Zirkulierende Exosomen mit COVID-Spike-Protein werden durch Pfizer-BioNTech-Impfung vor Entwicklung von Antikörpern erzeugt“ könnte eine Erklärung für Wege eines solchen sheddings aufzeigen.

Zunächst ein Begriffsklärung: Exosomen sind ca. 30 bis 90 nm große ovale Bläschen für den Transport vieler Stoffe, die von einer Zelle an die Umgebung abgegeben werden – siehe Bild oben.

Und das sagt die Studie:

„mRNA-Impfstoffe, die auf das SARS-CoV-2-Spike-Protein gerichtet sind, führten zur Entwicklung von Antikörpern und einer schützenden Immunität. Um den Mechanismus zu bestimmen, wurde in der Studie die Kinetik der Entstehung von zirkulierenden Exosomen mit SARS-CoV-2-Spike-Protein und Antikörpern nach der Impfung gesunder Personen analysiert. Die Ergebnisse zeigten, dass zirkulierende Exosomen, die das Spike-Protein an der Oberfläche zeigen, am Tag 14 nach der Impfung erzeugt werden, gefolgt von Antikörpern 14 Tage nach der zweiten Dosis.

Exosomen mit Spike-Protein, Antikörper gegen SARS-CoV-2-Spike und T-Zellen, die IFN-γ und TNF-α absondern, nahmen nach der Booster-Dosis zu. Die Transmissionselektronenmikroskopie der Exosomen zeigte auch Spike-Protein-Antigene auf ihrer Oberfläche. Exosomen mit Spike-Protein und Antikörperen nahmen nach vier Monaten parallel dazu ab. Diese Ergebnisse zeigen, dass zirkulierende Exosomen mit Spike-Protein eine wichtige Rolle für eine wirksame Immunisierung nach einer mRNA-basierten Impfung spielen. Dies wird auch durch die Induktion von humoralen und zellulären Immunantworten bei Mäusen belegt, die mit Exosomen mit Spike-Protein immunisiert wurden.“

Die Frage ist nun, ob diese Exosomen samt dem Spike-Protein durch Atmung, Husten, Schweiß oder auch Hautkontakt an andere Personen übergeben werden können. Man nennt diesen Vorgang Shedding. Es würde bedeuten, dass Geimpfte, Teile ihres Impfstoffes bzw der Wirkstoffe, die durch die Produktion der Spike-Proteine in den Zellen entstehen, an andere weitergeben können. Typisch wäre das allerdings nur für die mRNA Impfstoffe, bei denen die menschlichen Zellen dazu angeregt werden, das Spike Protein selbst zu produzieren. Und wie die Studie zeigt, werden bei diesem Vorgang die Spike Proteine an Exosomen angelagert, die für den Transport im Körper sorgen.

Aber es gibt auch eine Studie, die sich mit der Funktion der Exosomen bei natürlicher Infektion befasst. Und das sagt die Studie mit dem Titel „Circulating Exosomes Are Strongly Involved in SARS-CoV-2 Infection“ über die Funktion von Exosomen bei Infektionen:

„Im Verlauf einer Virusinfektion setzen Wirtszellen Exosomen und andere extrazelluläre Transportbläschen frei, die Virus- und Wirtsbestandteile enthalten und die Immunantwort modulieren können. In der Studie wurde untersucht, wie die SARS-CoV-2-Infektion den Exosomengehalt moduliert, die Beteiligung von Exosomen am Krankheitsverlauf und die mögliche Verwendung von Plasma-Exosomen als Biomarker für den Schweregrad der Erkrankung. Bei einer Analyse der von Patienten stammenden Exosomen wurden mehrere Moleküle identifiziert, die an der Immunreaktion, der Entzündung und der Aktivierung der Gerinnungs- und Komplementwege beteiligt sind, die die Hauptmechanismen der COVID-19-assoziierten Gewebeschäden und der Funktionsstörungen mehrerer Organe darstellen.

… Darüber hinaus konnte zum ersten Mal SARS-CoV-2-RNA in der exosomalen Fracht nachgewiesen werden, was darauf hindeutet, dass das Virus diesen Weg zur Verbreitung der Infektion nutzen könnte. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass zirkulierende Exosomen während einer SARS-CoV-2-Infektion einen wichtigen Beitrag zu verschiedenen Prozessen wie Entzündung, Blutgerinnung und Immunmodulation leisten.“

Damit haben wir einen Mechanismus für die Verbreitung des Spike Proteins innerhalb aber wohl auch außerhalb des Körpers. Denn jetzt wissen wir, dass das Pfizer-Präparat die Produktion von Exosomen mit Spike-Beschichtung auslöst. Das bedeutet, dass sie durch den ganzen Körper wandern und vermutlich ausgeatmet und mit dem Schweiß oder aus den Poren und mit dem Urin und den Fäkalien ausgeschieden werden. Und das offenbar über einen längeren Zeitraum, denn sie wurden noch mindestens vier Monate nach der Impfung beobachtet.

Quelle