PCR Tests und Andere,  Corona und Politik,  Covid Impfung und Effektivität

Das Antigentest-Paradoxon in Leichter Sprache

pfmGesundheit, Innenpolitk 20. August 2021 6 Minutes

Die Politiker und ihre Haus- und Hofvirologen schaffen es, uns mit Diskussionen über Varianten, Inzidenzen 1-, 2-, 3-G Regeln, Gain-of-Function oder natürliches Virus und ähnlichem beschäftigt zu halten. Egal ob das Virus künstlich oder natürlich entstanden ist, es wird, wie alle anderen zuvor, laufend weniger gefährlich. Das ist ein Naturgesetz, das kein Politiker in noch so vielen Talk-Runden oder Pressekonferenzen außer Kraft setzen kann. Das einzige Problem, das wir noch haben, ist, dass uns die Politiker zu den Tests zwingen.  Der PCR-Test ist etwas aufwändiger und dauert, aber Antigentest kann man dauernd machen. Warum das völliger Unsinn ist beschreibt

Gastautor Prof.em. Dr. Hans-Jürgen Bandelt (Universität Hamburg)

Antigentest und Paradoxon sind schwere Worte. Paradoxon (mit Betonung auf dem zweiten a) ist griechisch und bedeutet einen Befund, der im Widerspruch zum gesunden Menschenverstand steht. Der Antigentest soll prüfen, ob Du infiziert bist. Das schafft er aber nicht. Der Test sollte eigentlich nur für Menschen mit Symptomen, also für kranke Menschen genutzt werden. Für Gesunde ist ein solcher Test nicht sinnvoll.

Die Leichte Sprache war für Menschen mit Behinderung gedacht. Nett gemeint, übel gemacht [1]. Die Leichte Sprache könnte eher für Politiker gut sein, die Schwierigkeiten mit Logik und wissenschaftlicher Argumentation haben.

Du hast jetzt keine Symptome, das heißt, kein Halsweh keinen Schnupfen, keinen Husten und kein Fieber. Auch die letzten Tage hattest Du so etwas nicht. Das setzen wir mal voraus. Du bist also gesund völlig – auf bayrisch und österreichisch: pumperlgsund. Wer Symptome hat, ist krank und bleibt zu Hause. Denn wenn Du Fieber hast, denkst Du vielleicht in schwerem Satzbau:

Oh je, ich hab‘ jetzt Fieber und ich weiß über die Erkrankung, die wird für mich nicht so schlimm sein, aber ich bleibe jetzt besser zu Hause, weil ich nicht möchte, dass sich in meiner Umgebung jemand infiziert.“ Genau so sprach der deutsche Staatsvirologie Drosten am 30. Jänner 2020 in einem Interview mit Thadeusz beim Fernsehsender rbb [2].

Als Pumperlgsunder willst Du nun in die Schule oder vielleicht ins Fitnesstudio gehen. Zuvor mußt Du einen Antigentest machen. Die Regierung will es so, weil ihr Gesunde verdächtig sind.

Positiv oder negativ kann der Test ausgehen.

Oh, der Test fällt positiv aus. Das ist ein seltenes Ereignis. Es passiert zur Zeit (im August) in der Slowakei nur bei etwa 1 bis 5 von 1000 Antigentestungen [3]. Dort kann man täglich die Anzahl der durchgeführten Tests und die Anzahl der positiven Ergebnisse von einer Webseite abfragen. Dazu muß man nur ein paar slowakische Wörter kennen. Für Deutschland kann man das nicht erfragen. Unsere Regierung verschweigt solche Daten oder erhebt sie nicht einmal.

Was kann nun ein positives Ergebnis bedeuten? Da gibt es zwei mögliche Fälle:

1. Du bist asymptomatisch, das heißt, Du bist zwar infiziert, aber hast jetzt keine und bekommst auch keine Symptome in der nächsten Woche. Du kannst dann niemanden anstecken. Das hat eine sehr große Studie in der chinesischen Stadt Wuhan gezeigt [4]. Gut.

2. Du hattest mal eine Infektion, aber die ist schon mehr als eine Woche her. Daher bist Du nicht mehr ansteckend. Gut.

Der positive Test ist also für Dich und Deine Umgebung eine positive Information, weil Du ja am Testtag keine Symptome hattest.

Hmh, der Test fällt negativ aus. Das passiert fast immer. Zwei Fälle gibt es:

1. Du hattest kürzlich und auch jetzt keine Infektion. Also steckst Du niemanden an. Gut.

2. Du hast eine ganz frische Infektion, aber Halsweh, Schupfen, Husten oder Fieber kommen erst morgen oder übermorgen. Dann bist Du präsymptomatisch. Das ist ein schweres Wort, das Politiker oft nicht richtig verstehen. In diesen zwei oder drei Tagen bist Du nämlich hochansteckend. Und das ist gar nicht gut. Das hat eine Studie herausgefunden. Und es sagt auch der Staatsvirologe Drosten [5]:

„Die Schnelltests schlagen erst am Tag eins nach Symptom-Beginn an, da ist man aber schon drei Tage lang infektiös. … Wenn man davon ausgeht, dass eine infizierte Person in der Regel acht Tage lang ansteckend ist, heißt das: An fünf von acht Tagen entdecke ich mit dem Antigentest eine Infektion, an drei Tagen werde ich sie übersehen.“

Das muss man allen immer wieder erzählen. Nochmals in Leichter Sprache für Politiker: Wenn Du infizierst bist, bist Du 8 Tage lang ansteckend. In den ersten 3 Tagen merkst Du das nicht, weil Du keine Symptome hast. Und auch der Antigentest merkt das nicht: Das Testergebnis ist also negativ. Die Erkrankung (= Infektion mit Symptomen), kann jedoch noch auftreten. Die Wahrscheinlichkeit dafür ist gering. Dennoch ist das für Dich und Deine Umgebung eine negative Information. Wenn Du nicht asymptomatisch bleibst, hast Du in den folgenden 5 Tagen Symptome und bist erkrankt. Da bleibst Du besser zu Hause und kurierst Dich aus. Und da brauchst Du keinen Test. Das sagt der Drosten nicht, sondern: „Wir brauchen diese Schnelltests unbedingt“. Wozu? An diesen Tests verdient er doch nichts. Der Test muß einen anderen Zweck haben, als Infektiöse zu erkennen.

Tests können „falsche“ Ergebnisse liefern. Das passiert manchmal und macht alles ein wenig komplizierter. Aber was heißt hier „falsch“? Es kommt nur ein zweiter Test hinzu, der PCR-Test von Drosten. Der ist teurer und nicht schnell und hat auch Probleme. Wenn der Antigentest negativ war, wird bei einem Menschen ohne Symptome sowieso nicht weiter getestet. Wenn der Antigentest positiv war, muß sofort noch ein PCR-Test gemacht werden. Und der ist dann überwiegend negativ: Glück gehabt.

Paradoxon und Arglist: Mit positivem Test bekommst Du Hausarrest, obwohl Du eben gerade nicht ansteckend bist. Und nach positivem PCR-Test mußt Du in Quarantäne. Das ist auch ein schweres Wort und für einen Gesunden noch schwerer zu ertragen. Denn die Quarantäne als Einsperrung dauert 14 Tage. Mit negativem Test kannst Du jedoch überall hin. Das ist paradox: Du könntest viele Menschen anstecken. So kannst Du ein „Superspreader“ sein. Das ist englisch und klingt super. Infektionen werden so weitergereicht. Dann steigt die Inzidenz und schwerere Maßnahmen werden verordnet. Und genau das will die Regierung. Deswegen wird überall und viel getestet.

Um die Gesundheit geht es nicht. Das erzwungene Testen ist Arglist, eine bewußte Täuschung. Es dient nur der Unterwerfung vor der Obrigkeit, der Regierung. Es ist so wie das Grüßen des Geßlerhuts: Schlag nach bei Schiller [6]. Wilhelm Tell ist immer noch aktuell.

Die Regierung hat Pläne. Ab 11. Oktober sollen die Menschen in Deutschland für die Antigentests selber zahlen. Schon der Zwang verletzt die Würde des Menschen. Das wollen viele Politiker. Ein ungeimpfter armer Mensch mit Hartz IV hat kein Geld für Tests. Jeder Euro zählt. Der Regelsatz für Lebensmittel ist 5,09 Euro pro Tag. Wenn er einen Test für nur 5 Euro macht, kann er für diesen Tag keine Lebensmittel mehr kaufen. Und wenn er ihn nicht macht, darf er nicht ins Jobcenter. Das ist jetzt angedroht in Mannheim [7]. Wer der „Einladung“ nicht folgt, dem werden 10% von der Stütze für die nächsten drei Monate abgezogen. Also Hungern für die Stütze. Und das jedesmal, wenn das Jobcenter ruft. Das ist Erpressung und faktisch eine Impfpflicht. Denn:

Geimpfte müssen keine Tests machen. Aber Geimpfte geben das Virus genauso wie Ungeimpfte an andere weiter [8]. Die Regierung weiß das, sie will nur Zwang ausüben, damit alle Menschen geimpft werden, alle, auch Schwangere, Kinder und Jugendliche. Das ist ein Verbrechen.

Quelle

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